Ein Leser der HZ sandte uns diese gelungene Anpassung eines Gedichtes von Heinrich Heine an heutige Verhältnsse zu. Der Dichter Heinrich Heine muss über eine Kristallkugel verfügt haben, welche ihm den Blick in die Zukunft erlaubte; zumindest legt ein kürzlich in einer Berliner Dachkammer gefundenes Manuskript aus seiner Feder diese Vermutung nahe. Es handelt sich [...]
Die deutsche Sprache ist weniger durch Anglizismen als durch Deutschlehrer gefährdet. Diesen Eindruck hat der Präsident der am Sonnabend endenden Internationalen Deutschlehrertagung weiter vertieft. Professor Hans Barkowski hatte zu Beginn der Tagung, die erstmals seit 16 Jahren wieder in Deutschland stattfindet, und an der rund 3.000 Deutschlehrer aus aller Welt teilnehmen, ein Loblied auf die [...]
Weiterlesen …„Die Alte Garde, bei der sich Napoleon befand, näherte sich. Wir sprangen auf unsere Pferde und erschienen wieder an der großen Straße. Als der Feind unseren lauten Haufen erblickte, legte er die Hand an den Gewehrhahn und setzte seinen Weg stolz fort, ohne seine Schritte zu beschleunigen. Allen unseren Versuchen, auch nur einen Mann aus diesen geschlossenen Kolonnen herauszureißen, setzten sie eisernen Widerstand, an dem all unsere Angriffe scheiterten, entgegen; nie werde ich den freien Schritt und die achtunggebietende Haltung dieser Soldaten vergessen, die dem Tod in allen seinen Gestalten ins Auge gesehen hatten. Mit ihren hohen Bärenfellmützen, ihren blauen Uniformen, dem weißen Lederzeug, mit den roten Federbüschen und Epauletten glichen sie Mohnblüten auf einem schneebedecktem Felde (…) Alle unsere asiatischen Angriffe vermochten nichts gegen diese geschlossene europäische Formation (…) An diesem Tag nahmen wir noch einen General, allerlei Gepäck und 700 Soldaten gefangen, doch Napoleon und die Garde gingen durch unsere Kosaken hindurch wie ein mit 100 Kanonen bestücktes Linienschiff zwischen Fischerbooten.“
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